Was ist offene Bildung?

Offene Bildung lässt sich als das Bemühen definieren, allen Menschen Teilhabe an guter Bildung zu ermöglichen. In aufklärerischer Tradition ist 'gute Bildung' definiert als Mündigkeit: Jeder Mensch soll sich mit seinem eigenen Verstand und aktiv gestaltend in die Gesellschaft einbringen können. Der Fokus dieser Webseite liegt auf der Frage: Wie müssen Bildungsprozesse gestaltet sein (d.h. wie können wir lehren und lernen), um dieses Ziel zu erreichen? Zu dieser Frage gibt es zahlreiche Ansätze und Überlegungen, die häufig unter dem Begriff 'zeitgemäße Bildung' diskutiert werden. Entscheidend für zeitgemäße Bildung (und damit für offene Bildung) ist eine Orientierung an den '4-K-Kompetenzen': Kollaboration, Kreativität, Kommunikation und Kritisches Denken.

Welche Rolle könnte offene Bildung an Schulen spielen?

Schulen stehen heute vor großen Herausforderungen. Insbesondere kommt die Digitalisierung (wenn auch verspätet) als wichtiger Treiber für Transformation an immer mehr Schulen an. Doch die Hoffnungen, dass sich in diesem Transformationsprozess auch das Lehren und Lernen hin zu zeitgemäßer und offener Bildung entwickelt, erfüllt sich kaum. Stattdessen droht eine reine Ersetzung der bisher analogen Praxis durch digitale Tools. Gefragt wird nach dem 'Mehrwert' der neuen Technologien anstatt Bildung grundlegend zu transformieren und umzugestalten. Im schlimmsten Fall unterstützen die digitalen Tools sogar einen Rollback hin zu noch mehr input-orientiertem Faktenlernen und behavioristischen Lernmethoden. Offene Bildung kann hier ein alternatives Leitbild für schulische Digitalisierungsprozesse bieten und umsetzen.

Welche Rolle spielt das Internet für offene Bildung?

Das Internet ist das 'Zuhause' für eine - trotz domminierender Unternehmensmonopole - nach wie vor lebendige Netzkultur. Sie ist geprägt von Offenheit, Kreativität, Wertschätzung, Freiwilligkeit und aktiver Gestaltung. Diese Prinzipien decken sich mit den Zielen einer offenen Bildung. Offene Bildung lässt sich deshalb insbesondere umsetzen, indem der virtuelle Raum als Bildungs- und Gestaltungsraum entdeckt und genutzt wird. Nötig ist dazu die Bereitschaft auf fertige Lösungen oder vor-installierte Apps mit intuitiver Bedien-Oberfläche in einem geschlossenen Kosmos zu verzichten. Statt dessen braucht es Mut zum Selbermachen, zum 'Unter die Haube' blicken und zum Ausprobieren. Erfolgreiche Lernprozesse (bei Lehrer/innen ebenso wie bei Schüler/innen) entstehen immer auch aus Irritation!

Was sind die Ziele dieser Webseite?

Mit Open.Education möchte ich ...

  • ... einen kleinen Beitrag leisten, um zeitgemäße, weil offene Bildung zu unterstützen.
  • ... Lust machen, auf das offene Internet (das es trotz dominierenden Unternehmensmonopolen im virtuellen Raum immer noch mit sehr viel Kreativität gibt)
  • ... Mut machen für eine Bildung hin zu digitaler Souveränität, die die digitale Transformation als demokratische Gestaltungsaufgabe versteht und allen Menschen gesellschaftliche Handlungsfähigkeit ermöglicht.

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